Dimensionen von Beziehung und Zugehörigkeit

Kategorie: Theorie-Impulse

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llustration von einer Gruppe von Menschen, die von oben in mehreren konzentrischen Kreisen stehen und sich an den Händen halten. Die Personen tragen farbenfrohe Kleidung, und die Szene vermittelt Gemeinschaft, Zusammenhalt und Verbundenheit vor einem Hintergrund in Orange- und Blautönen.

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Beziehungs- und Interaktionsdynamiken zu betrachten und zu analysieren. In diesem Beitrag stellen wir Dir drei Dimensionen vor. Diese verortet Schattenhofer (2009) auf der teilweise sichtbaren Ebene des Gruppengeschehens. Genauer: im Kontext der sozialen Interaktion. Auf die „teilweise sichtbare Ebene“ und was damit gemeint ist, sind wir bereits in einem anderen Beitrag eingegangen: Klicke hier, um auf den Beitrag „Dynamik in Gruppen“ zu gelangen.

Um soziale Interaktions- und Beziehungsdynamiken zu betrachten, sind diese drei Dimensionen von hoher Relevanz:

  1. Die Dimension der Zugehörigkeit
  2. Die Dimension der Macht und des Einflusses
  3. Die Dimension der Intimität

Die Dimension der Zugehörigkeit

Für die Beziehungen der Gruppenmitglieder untereinander ist eine Unterscheidung, wer zur Gruppe dazugehört und wer nicht, entscheidend. Zugehörigkeit ist nicht nur eine formale Frage (bspw. durch eine Mitgliedschaft). Es ist auch eine Frage danach, wie sich Zugehörigkeit auf der Beziehungsebene tatsächlich ausgestaltet: Wer steht im Zentrum der Gruppe? Wer steht am Rand? Wird eine Person als Gruppenmitglied anerkannt und zugelassen?

In diesen Prozessen muss jede Person mit sich selbst aushandeln, wie sie für sich selbst das passende Gleichgewicht zwischen Autonomie und dem Streben nach Selbständigkeit auf der einen Seite und dem Wunsch nach Zugehörigkeit auf der anderen Seite arrangieren kann. Das ist hoch anspruchsvoll und kann sich mit der Zeit auch verändern.

Dimension der Macht und des Einflusses

In dieser Dimension der Beziehungs- und Interaktionsdynamik wird ausgehandelt, wie die Gruppenmitglieder sich gegenseitig beeinflussen und jeweils durchsetzen können. Dabei wird geklärt, wer „den Ton angibt“ und wer eher Folge leistet. Das ist einerseits ganz formal durch eine Gruppenleitung festgelegt – mit allen beabsichtigten und unbeabsichtigten Nebeneffekten auf der Ebene sozialer Dynamik. Neben der formalen Ebene gibt es in jeder Gruppe aber auch noch eine innere Struktur der Gruppe und eine gruppeneigene Hierarchie und Ordnung. Das hat auch etwas mit der Möglichkeit der gegenseitigen Bedürfnisbefriedigung innerhalb der Gruppe zu tun. Wenn zum Beispiel ein Gruppenmitglied über die Ressourcen verfügt, die andere benötigen, erhält dieses Gruppenmitglied über diese Ressourcen-Ausstattung Macht und Kontrolle über die anderen.

Die leitende Frage für die pädagogische Gruppenleitung lautet: Wie kann das Gruppengeschehen auf der Ebene von Macht und Einfluss gestaltet werden, so dass es den Aufgaben der Gruppe und den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Mitglieder entspricht?

Dimension der Intimität

Die Dimension der Intimität spricht an, wie nah oder fern die Gruppenmitglieder zueinander sind. Das hat eine Bedeutung für einzelne Gruppenmitglieder untereinander, aber auch für die gesamte Gruppe. Wichtig: Es geht hier nicht nur um Nähe, die Du beobachten kannst, sondern auch um Vertrautheit und Vertrauen und den Grad der inneren Offenheit.

Reflexionsfragen

 

 

 

 

 


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