Das Rahmenziel

Kategorie: Theorie-Impulse

Lesedauer: 2 Minuten

Download (PDF)
Eine Gruppe von sieben Personen steht und kniet um ein großes weißes Banner. Auf dem Banner sind vier stilisierte Figuren in Tanzposen dargestellt. Die Personen um das Banner tragen farbenfrohe Kleidung und zeigen unterschiedliche Gesten, wie Armheben oder Halten des Banners.

Um ein Gruppenangebot klar und spezifisch auszurichten, ist die Entwicklung des Rahmenziels wichtig. Das Rahmenziel ist das pädagogisch-konzeptionelle, übergeordnete Ziel Deines Gruppenangebots. Es wird durch die Gruppenleitung festgelegt und orientiert sich an den beobachteten und artikulierten Bedürfnissen und Bedarfen der Adressat*innen. Die pädagogische Fachkraft entscheidet in Reaktion auf hierauf, ob Gruppenarbeit die geeignete Methode ist, um diesen Bedürfnissen und Bedarfen gerecht zu werden.

Das Rahmenziel hat demnach eine doppelte Funktion. Es bildet erstens den fachlichen Anlass, Gruppenarbeit als Methode der Sozialen Arbeit einzusetzen und zweitens die beabsichtigte Wirkung, die mit der Methode Gruppenarbeit erreicht werden soll.

Das Rahmenziel wird von der pädagogischen Fachkraft festgelegt und ist zu jeder Zeit für (potenzielle) Gruppenmitglieder transparent. Es handelt sich um ein pädagogisch gesetztes Ziel, unter dessen Dach die Gruppenmitglieder ein eigenes Ziel entwickeln, das sie erreichen wollen (das Gruppenziel, klicke hier für mehr Informationen). Während das Gruppenziel spezifisch und veränderbar ist, ist das Rahmenziel für einen längeren Zeitraum gesetzt. Natürlich soll und muss es angepasst werden, wenn sich die Bedürfnisse und Bedarfe der Adressat*innen geändert haben.

Im Verlauf unserer Projektarbeit mit Gruppenarbeiter*innen haben wir verschiedene Rahmenziele identifiziert, die besonders gut mit Gruppenangeboten erreicht werden können. Das sind:

Die Festlegung eines Rahmenziels ermöglicht die Überprüfbarkeit, ob die Methode Gruppenarbeit im Prozess und rückblickend geeignet war, um dieses fachlich gesetzte Ziel zu erreichen. Es hilft also auch dabei, eigene Angebote so zu überprüfen und weiterzuentwickeln, dass diese möglichst passend zu pädagogischen Zielen und den Anliegen der Adressat*innen sind.

Du möchtest hierzu vertieft nachdenken? Dann schau‘ doch mal in den Reflexionsimpuls zu „Ziele in der Gruppenarbeit unterscheiden“! Klicke hier, um zu diesem Artikel zu kommen.

Reflexionsfragen:


Weitere Artikel


  • Illustration einer Person, die auf einem schmalen Balken steht, der auf einer runden Rolle balanciert. Sie befindet sich in einer Yoga-Baumhaltung mit gefalteten Händen vor der Brust. Im Hintergrund sind Zahnräder, zwei gerahmte Bilder und Zimmerpflanzen zu sehen. Über der Person erscheint ein Sprechblasen-Symbol mit einem roten Häkchen.

    Kontinuität versus Wechsel – Wie gelingt die Balance?

  • Illustration einer sitzenden Person im Schneidersitz, die nachdenklich den Kopf berührt. Hinter ihr sind große bunte Blätter zu sehen. Über dem Kopf schwebt eine leuchtende Glühbirne als Symbol für eine Idee. Der Hintergrund ist hellblau mit einigen Wolken.

    Notwendige Klärungen für den Aufbau von Gruppenangeboten

  • Illustration einer Gruppe von Menschen, die unter einem großen blauen Regenschirm steht. Der Schirm schützt sie vor einem Unwetter mit dunklen Wolken, Regen und gelben Blitzen. Unter dem Schirm befinden sich mehrere Erwachsene und Kinder in hell beleuchteter, ruhiger Umgebung, die Sicherheit und Zusammenhalt symbolisiert.

    Gruppenphasen als Entwicklungsdynamik