Kontinuität versus Wechsel – Wie gelingt die Balance?
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Lesedauer: 4 Minuten

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Im Projektverlauf wurde aus verschiedenen Praxisperspektiven immer wieder diskutiert, wie Wechsel und Veränderung gut in den Alltag der Gruppenarbeit integriert werden können, ohne die Stabilität und Kontinuität der Gruppe zu gefährden. Denn zur alltäglichen Realität gehören nun mal auch neue oder aus dem Gruppenangebot ausscheidende Gruppenmitglieder oder wechselnde Hilfs- und Fachkräfte.
Es hat sich herausgestellt, dass es in solchen Phasen hilfreich sein kann, die Gruppenphase als Teil der Gruppendynamik in den Reflexionsprozess einzubeziehen. (Unter diesem Link findest Du unseren Beitrag über Gruppenphasen) Denn in einigen Gruppenphasen ist ein Wechsel weniger problematisch bzw. einflussreich als in anderen Gruppenphasen, die ein höheres Maß an Stabilität erfordern.
Unserer Erfahrung nach sind Wechsel dann unproblematischer, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
Was hat welche Auswirkungen auf die Gruppenphase der Gruppe?
Fluktuationen und stetige Veränderungen können verschiedene Effekte nach sich ziehen. Zum Beispiel wenn Gruppenphasen nicht überwunden werden können, weil die Gruppe durch die Wechsel immer wieder zurückgeworfen wird. Andererseits können Wechsel auch neue Impulse in die Gruppe bringen und sie zum Positiven verändern. Viel hängt daher auch damit zusammen, wie anstehende Wechsel und Veränderungen seitens der Gruppenleitungen aufgefangen und gerahmt werden: Es kann viel ausmachen, ob man diese eher als „Störung“ oder als etwas Neues, das neue Impulse, Fähigkeiten oder Kompetenzen in die Gruppe bringt, wahrnimmt und vermittelt.
Die Gruppenleitung ist auch gefordert, gut im Blick zu behalten, ob die Gruppe gerade eine Veränderung – etwa durch neue Mitglieder der Gruppe – tragen kann. Als Gruppenleitung kannst Du Dir dafür folgende Fragen stellen:
Neue Gruppenmitglieder in eine bestehende Gruppe aufnehmen
Um neue Gruppenmitglieder in einer bereits bestehenden Gruppe gelingend aufzunehmen, können Dich auf konzeptioneller Ebene folgende Fragen und Gedankenanstöße unterstützen:
Aus unserem Projektkontext können wir sagen, dass wir gute Erfahrungen mit dem langsamen Wachsen von Gruppen gemacht haben. So konnten immer wieder fallbezogene Grenzen der Anzahl der Gruppenmitglieder identifiziert werden, so dass bereits bestehende Gruppenmitglieder nicht durch zu viele Neue überfordert wurden.
Reflexionsfragen