Gruppendynamik – Kräfte, Prozesse und das Eisbergmodell
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Lesedauer: 3 Minuten

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Wir haben es schon oft erlebt und Du kennst es sicherlich auch: das Gefühl, dass in einer Gruppe mehr passiert als das, was auf den ersten Blick gesagt oder getan wird. Gruppendynamik beschreibt genau das: die Kräfte und Prozesse, die in den Beziehungen innerhalb einer Gruppe wirken und die sich sowohl auf einer sichtbaren, einer teilweise sichtbaren als auch auf einer unsichtbaren Ebene abspielen.
Sichtbar bedeutet, dass Dynamik erkennbar ist, z.B. anhand des Verhaltens zwischen Gruppenmitgliedern und/oder Gruppenmitgliedern und Gruppenleitung. Unsichtbar sind beispielsweise Erwartungen, Befürchtungen, Hoffnungen etc., die das Verhalten beeinflussen (Herz 2017: 10). Man kann diese drei Ebenen mit Schattenhofer (2009: 26- 28) wie folgt einteilen:
Das Eisbergmodell hilft, diese Zusammenhänge besser zu verstehen. Es veranschaulicht, dass wir oft nur einen kleinen Teil des Geschehens wahrnehmen – nämlich das, was über der Wasseroberfläche sichtbar ist. Der größere Teil (Erwartungen, Gefühle, Beziehungen) bleibt verborgen, wirkt aber entscheidend mit. Hinter dem Modell steckt die Idee, dass jedes Verhalten und Gefühl von Gruppenmitgliedern vor dem Hintergrund der verschiedenen Ebenen gedeutet werden kann – es dient also sowohl als Beobachtungs- als auch als Erklärungsmodell (vgl. Schattenhofer 2009: 28).

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