Erforderliche Kompetenzen von Gruppenarbeiter*innen

Kategorie: Theorie-Impulse

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Bunte Illustration mit mehreren stilisierten Personen in runden Rahmen. Eine Person hebt die Hand und spricht, daneben sind Symbole wie Ohren, Sprechblasen und Herzen zu sehen. Weitere Symbole zeigen Zusammenarbeit, Verbindung und eine Waage als Zeichen für Gerechtigkeit. Die Szene steht für Kommunikation, Zuhören und soziale Interaktion.

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Im Projektkontext von „Gruppenarbeit in der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit: Gruppenarbeit stärken!“ wurde durch die wissenschaftliche Begleitung auf Grundlage von Erfahrungsberichten und Reflexionen der beteiligten Fachkräfte herausgearbeitet, was erforderliche Kompetenzen von Gruppenarbeiter*innen sind. Hier stellen wir Dir die wichtigsten Erkenntnisse zusammen.

Gruppenarbeiter*innen sollten über die folgenden Kompetenzen verfügen:

  • Beobachtung von und Intervention in Parallelprozesse: Es müssen gleichzeitig sowohl alle Einzelnen als auch die Gruppe im Blick behalten werden.
  • Verknüpfung der praktischen Ebene mit der professionellen Meta-Ebene und damit zusammenhängend:
    • Professionelle Reflexion des eigenen Handelns und von Machtpositionen;
    • Leitung und Moderation von Gruppen, Gruppenprozessen, Konflikten und Dynamiken etc. als Ergebnis dieser beobachtenden, reflektierenden und intervenierenden Prozesse.
  • (selbst)sicheres Auftreten in Gruppen
  • Hohe Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktfähigkeit und Begleitung konstruktiver Konfliktlösung
  • Langfristige Planung und zugleich Offenheit für situationsangemessene Spontanität und Flexibilität
  • Förderung sozialer Kontakte und sozialer Interaktion
  • Erfahrungen im Aufbau, Aufrechterhalten und Beenden von Gruppen
  • Anleitung von Hilfskräften und/oder Kooperation mit der Co-Leitung in der gemeinsamen Gruppenleitung

Diese Kompetenzen können unserer Erfahrung nach nur in der Verschränkung von praktischem Tun, professioneller Reflexion und theoretischem Wissen erworben und aufrechterhalten werden. Ein Prozess, der nie endet. Und der zeigt, warum es so wichtig ist, sich fortwährend weiterzubilden und in der Gruppenarbeit ausreichend Zeit für Vor- und Nachbereitung und Fortbildung einzuplanen.

Reflexionsfragen

  • Wie oft nimmst Du Dir bewusst Zeit, um Dein Handeln aus einer professionellen Distanz (im Sinne der Meta-Ebene) zu betrachten?
  • Wann und wie thematisierst Du Machtverhältnisse innerhalb der Gruppe?
  • In welchen Situationen fühlst Du Dich in Deiner Rolle als Gruppenleitung sicher? Wann nicht? Was machst Du mit diesem Wissen/was folgt daraus?
  • Wie unterstützt Du die Gruppe dabei, neue Kontakte und Beziehungen zu ermöglichen?
  • Wie gelingt es Dir, sowohl die Einzelnen als auch die Gruppe im Blick zu behalten und was hilft Dir dabei?
  • Welche Techniken und Verfahrensweisen der Konfliktlösung kennst Du und was fehlt Dir dabei?
  • Wie gelingt Dir eine gute Zusammenarbeit mit einer Co-Leitung, wie schafft ihr es, euch bei diesen vielfältigen Anforderungen ausreichend abzusprechen und dabei zugleich ausreichend offen im Prozess zu sein und Entscheidungen des*der anderen zu folgen, ohne Zeit für eine Besprechung zu haben?

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