Notwendige Klärungen für den Aufbau von Gruppenangeboten

Kategorie: Konkretes für die Praxis

Lesedauer: 4 Minuten

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Illustration einer sitzenden Person im Schneidersitz, die nachdenklich den Kopf berührt. Hinter ihr sind große bunte Blätter zu sehen. Über dem Kopf schwebt eine leuchtende Glühbirne als Symbol für eine Idee. Der Hintergrund ist hellblau mit einigen Wolken.

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Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung wurden viele klärungsbedürftige Fragen gesammelt, die Dir in der Planungsphase für den Aufbau einer Gruppe weiterhelfen können.  Diese Fragen haben wir im Folgenden zusammengestellt. Es gibt darauf keine klaren Antworten – die Fragen sind der Anstoß für Dich zu überlegen, wie Du Dein Gruppenangebot ausrichten willst, was zu beachten ist und was es für die Etablierung braucht.

Was ist beim Aufbau einer Gruppe zu berücksichtigen?

  • Klärung der erforderlichen Zeitschienen:
    • wie viel Zeit brauchst Du und bekommst Du für den Aufbau Deines Gruppenangebots?
    • Wann soll die Gruppe als Gruppe etabliert sein, damit das Gruppenangebot zum methodischen Instrument werden kann – und woran merkst Du das?
  • Institutionelle und strukturelle Rahmenbedingungen in Einklang mit den konzeptionellen/pädagogischen Zielen bringen:
    • Welche institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen findest Du vor?
    • Welches konzeptionelle Ziel verfolgst Du? (Lies dazu gerne unsere Beiträge zum Rahmenziel (dafür hier auf den Link klicken) oder zu erreichbaren Zielen von Gruppenarbeit – dafür hier klicken!)
    • Wie kannst Du Deinen konzeptionellen Ansprüchen unter Berücksichtigung der institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen gerecht werden?
    • Was bedeuten diese Ausgangsbedingungen für den Anfang, die Aufrechterhaltung und das Ende Deiner Gruppenarbeit?
    • Was bedeutet das für das Setting von Gruppenarbeit?
    • Woran merkst Du, dass das Ende des Gruppenangebots erreicht ist und was braucht es für ein gelingendes Ende?
  • Finanzierungsgrundlagen des Gruppenarbeitsangebots:
    • Wie viel Geld brauchst Du für eine fachlich angemessene Umsetzung des Gruppenangebots? Dies umfasst Vor- und Nachbereitungszeit, Zeit für professionelle Reflexion, Fortbildung und natürlich die Durchführung des Gruppenangebots.
    • Wie (lange) ist die Finanzierung Deines Gruppenarbeits-Angebots gesichert?
    • Wie können die Ziele der Gruppenarbeit so an Geldgeber*innen kommuniziert werden, dass diese von der Notwendigkeit des Angebots überzeugt werden?
    • Was ist ein guter Personalschlüssel, der es auch ermöglicht, in der Gruppe auf die Bedürfnisse Einzelner einzugehen? Wir empfehlen ganz klar, die Gruppe immer zu zweit zu leiten – mit zwei Fachkräften oder einer Fachkraft und einer Hilfskraft.
  • Räumliche Settings für Gruppenarbeit:
    • Wie sollen die Räume für Deine Gruppenarbeit ausgestaltet sein?
    • Wie können bestehende Räume für Gruppen geöffnet werden (z.B. wenn diese vorerst durch ein anderes Arbeitssetting oder durch andere Personen besetzt sind)?
  • In Abhängigkeit der jeweiligen Zielgruppe zu klärende Fragestellungen:
    • Welche Bedeutung hat Sprache in der Gruppenarbeit?
    • Wie kann die Gruppenarbeit unter Bedingungen von Sprachbarrieren gestaltet werden?
    • Was kennzeichnet eine leichte und verständliche Sprache der Gruppenleitung?
    • Was sind potenzielle Einschränkungen der Zielgruppe aufgrund ihrer Lebenslage (oder ihres Alters, ihres Geschlechts,…) – und wie kannst Du darauf reagieren? Wie können Benachteiligungen abgebaut werden?
    • Welche institutionellen Rollen haben Deine Adressat*innen potenziell (z. Bsp. als Schüler*innen, als Auszubildende, als Arbeitnehmende,…) und welchen Einfluss können diese auf die konzeptionelle Gestaltung des Gruppenangebots nehmen?
  • Vorhandendes Erfahrungswissen für den Aufbau des Gruppenangebots nutzen:
    • Welches Erfahrungswissen gibt es in der Einrichtung zu ähnlichen Gruppenangeboten?
    • Welches Erfahrungswissen gibt es zu der Zielgruppe, die mit dem Gruppenangebot erreicht werden soll?
  • Auswirkungen und Einflüsse des Handlungsfelds, in dem Gruppenarbeit situiert ist: Das Handlungsfeld ist zum Beispiel die offene Kinder- und Jugendarbeit, die mobile Jugendarbeit, die Schulsozialarbeit, die verbandliche Jugendarbeit, usw.
    • Das Arbeitssetting beeinflusst die Gruppenarbeit, zum Beispiel hinsichtlich der Bedeutung von Verbindlichkeit – wie gehst Du mit potenziell widersprüchlichen Anforderungen zwischen Unverbindlichkeit und Verbindlichkeit um?
    • Hinsichtlich der einzubeziehenden Personengruppen, etwa wenn es um Elternarbeit geht. Erfordert die Zielgruppe plötzlich Elternarbeit, obwohl diese sonst nicht vorgesehen ist? Oder ist genau diese Gruppe von Elternarbeit ausgenommen? Wie gehst Du damit um?
    • Wenn die Aufgaben der Gruppenleitung sich von den anderen Aufgaben und dem sonstigen Auftreten unterscheiden – wie kannst Du anderen gegenüber diese unterschiedlichen Profile erklären? Wie gelingt ein verlässliches Handeln in diesen unterschiedlichen Rollen?
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Wir arbeiten aktuell an einem weiteren Beitrag dazu, wie man eine Konzeption erstellt. Schau gerne immer mal wieder vorbei, ob wir schon so weit sind.

 

 

 

 

 


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