Das Gruppenziel

Kategorie: Theorie-Impulse

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Illustration von vier Personen in einer Landschaft mit Hügeln und Wolken. Zwei Personen links halten gemeinsam eine große Zielscheibe mit einem Pfeil in der Mitte. Zwei Personen rechts arbeiten zusammen an einem großen, pinken Zahnrad. Die Szene vermittelt Kooperation und gemeinsames Arbeiten an Zielen.

Im gemeinsamen Prozess mit den Gruppenmitgliedern wird schnell deutlich: Ein klares Gruppenziel ist entscheidend, damit Gruppenangebote gelingen und stabile Gruppenstrukturen aufgebaut werden können. Das Gruppenziel ist das Ziel, das die Gruppenmitglieder gemeinsam aushandeln. Es ist richtungsweisend für die Entwicklung der Gruppe.

Hier sind die wichtigsten Punkte rund um das Gruppenziel für Dich im Überblick:

Aufgaben der Gruppenleitung

Die Rolle der Gruppenleitung ist für die Entwicklung und Umsetzung von Gruppenzielen zentral. Konkret bedeutet das:

Du achtest immer wieder darauf, ob das Gruppenziel noch aktuell ist und ob sich persönliche Ziele so geändert haben, dass sie nicht mehr im Einklang mit dem Gruppenziel sind. Wichtig: Das klingt jetzt alles so, als ob man stundenlange Gespräche mit den Gruppenmitgliedern über das Gruppenziel führen müsste. Das meinen wir nicht. Auch das gehört zur Aufgabe der Gruppenleitung: Du bist herausgefordert, Dir zu überlegen, wie Du – deiner Gruppe angemessen – zu Antworten auf die aufgeworfenen Fragen kommst. Wie das je nach Zielgruppe und Setting kreativ umgesetzt werden kann, zeigen Dir verschiedene Beiträge in der Praxisrubrik: Um eine Umsetzung mit männlichen Jugendlichen kennenzulernen, klicke hier auf den Link. Um eine Umsetzung mit älteren Kindern kennenzulernen, klicke auf diesen Link.

Der Gruppenzielpool

Um Deine Gruppe bestmöglich dabei zu unterstützen, ihr Gruppenziel zu finden, hilft es, genau zu überlegen, was die persönlichen Ziele der einzelnen Gruppenmitglieder sind.

Das geht zum Beispiel, indem Du Dir die Gruppe als Pool vorstellst: Die persönlichen Ziele der Mitglieder schwimmen darin herum – manche klar, manche eher diffus. Die Außenwand des Pools ist das Rahmenziel – diese ist ziemlich statisch, während die persönlichen Ziele im Pool dynamisch sind und Änderungen und Entwicklungen unterliegen. Die individuellen Ziele der Gruppenmitglieder sind Teil des Prozesses: Sie schwimmen in diesem „Gruppenzielpool“.

Das könnte so aussehen:

Reflexionsfragen für Deine Gruppenarbeit

 

 

 


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